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DurchBlick - automatische
Atmosphärenkorrektur am DLR



DurchBlick (engl. ClearView) ist eine am Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des
DLR entwickelte und patentiertes Verfahren zur automatischen Korrektur
atmosphärenbedingter Störungen in Satellitendaten der Erdoberfläche. DurchBlick nutzt
dazu eigene operationelle Satellitendaten des DFD zu Beschreibung des aktuellen
Atmosphärenzustandes (Ozon, Wasserdampf, Aerosole, Wolken, Rayleighstreuung) über der
Satellitenszene. Vom Nutzer werden keine Spezialkenntnisse oder interaktive Eingriffe
verlangt. Seine Aufgaben beschränken sich auf die Bereitstellung der Rohdaten in Binär-
oder SunRaster-Format und Verfügbarmachung einiger ausgewählter Angaben aus der
Header-Daten (im L7-Fastformat oder als Eingabe in eine ASCII-Steuerdatei). DurchBlick
kann derzeit Daten der Sensoren Landsat7-ETM+, Landsat5-TM, IRS-1C/1D-LISS und -PAN, sowie
(im Test) TERRA/AQUA-MODIS und NOAA-AVHRR korrigieren.
DurchBlick wurde in IDL entwickelt. Dabei werden unter einer IDL Voll- oder
Runtime-Lizenz alle notwendigen Teilroutinen einschließlich xtp/ftp-Datentransfer und
Abarbeitung von Fortran77-Programmen vollautomatisch aufgerufen. Direkt in IDL sind sowohl
Interpolationsalgorithmen als auch die Bildausgabe realisiert.
Das Bildbeispiel zeigt eine Landsat7-ETM+-Viertelszene über Süddeutschland. Deutlich
sind die verbesserte Homogenität und Bildschärfe rund um München in den korrigierten
Bildern (rechte Spalte) erkennbar; in den vergrößerten Bildausschnitt südwestlich von
München (untere Zeile) wird dies noch klarer sichtbar. Eine Beispiel der quantitativen
Validierung (hier anhand von Landsat5-TM-Daten) zeigt den Effekt der Korrektur auf die
einzelnen Spektralkanäle und den Vergleich mit einer bodengestützten Albedometermessung. |