"Land unter in
deutschen Städten" -
IDL hilft bei der Hochwasservorhersage
Mit der Kombination aus steigenden Temperaturen und der damit einsetzenden
Schneeschmelze sowie dem Aprilwetter mit teilweise ergiebigen Niederschlägen kommt auch
in diesem Jahr wieder das Hochwasser in unsere Flüsse und die angrenzenden Städte. Die
Aufgabe der Wasserwirtschaft ist es in dieser Zeit, möglichst genaue Vorhersagen über
das "Wann?" und "Wie viel?" zu erstellen.
Beim Bayerischen Landesamt für Umwelt ist IDL seit vielen Jahren ein wichtiges
Hilfsmittel bei der Erstellung solcher Prognosen. So werden beispielsweise die
Niederschlagskarten, die unter http://www.hnd.bayern.de
zugänglich sind, mit IDL erstellt.
Gemeinsam mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz in
Baden-Württemberg, dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht in
Rheinland-Pfalz und der Bundesanstalt für Gewässerkunde hat man sich nun entschlossen,
ein gemeinsames Auswertesystem für meteorologische Daten, die unter anderem vom Deutschen
Wetterdienst geliefert werden, entwickeln zu lassen. Die CREASO hat das System
"MeteoViewer" nach den Vorgaben der Projektpartner auf Basis von IDL entwickelt
und Ende letzten Jahres ausgeliefert.

Das MeteoViewer Hauptfenster mit der Darstellung des Niederschlags auf einer Karte
MeteoViewer ist ein interaktives Auswertesystem, das es erlaubt, die
Niederschlagsvorhersagen aus verschiedenen Modellen und die gemessenen Niederschlagsmengen
aus einem Netz von Messstationen zu analysieren. Dazu können die Daten auf einer Karte
dargestellt und für variable Zeiträume verglichen werden, um beispielsweise die
Abweichung von Vorhersagen und dem tatsächlich gemessenen Niederschlag zu ermitteln. Für
die Hochwasservorhersage besonders wichtig ist die Möglichkeit, den Niederschlag im
Einzugsgebiet eines Flusses für einen bestimmten Zeitraum, z.B. für die nächsten 24
Stunden zu bestimmen. Der Niederschlag kann dann als Zeitreihe dargestellt werden, wobei
die Darstellung als Summenlinie für die Vorhersage der Wassermengen, die einen Fluss
erreichen wird, besonders wichtig ist.
Der MeteoViewers wurde auf der Basis des iTools-Komponentensystems entwickelt. Dieses
stellt von Haus aus viele Möglichkeiten im Bereich der interaktiven Bedienung sowie
Basisfunktionalitäten, wie Speichern und Drucken, zur Verfügung. Durch Modifikationen
von bestehenden Komponenten und das Hinzufügen von neuen wurde auf der Basis dieser
Architektur eine maßgeschneiderte Applikation entwickelt.
"IDL ist für uns das ideale Tool, um große Datensätze interpoliert zu
visualisieren," sagt Frau Natalie Stahl, Umweltwissenschaftlerin beim
Wasserwirtschaftsamt in Weilheim und Projektleiterin für das MeteoViewer-Projekt.
"Mit dem MeteoViewer haben wir nun ein Werkzeug, um die aktuelle Situation
individuell analysieren und die Vorhersagen unterschiedlicher Wetterdienste vergleichen zu
können"

Vergleich von Vorhersage- und Messdaten im Zeitverlauf
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